Case Study: Wie der Fliegerclub Linz mit Social Media Betreuung und Content Produktion 1,9 Millionen Menschen erreichte – trotz nur 5.000 Followern
mit nur 5.000 Followern zu fast zwei Millionen erreichten Menschen – und das ganz ohne Werbebudget. In dieser Case Study zeigen wir, wie der Fliegerclub Linz mit durchdachter Social Media Betreuung, authentischem Content und einer klaren Strategie enorme Reichweiten erzielt hat. Erfahre, welche Inhalte funktioniert haben, warum Reels der Gamechanger waren und wie echte Geschichten aus dem Vereinsalltag für messbaren Erfolg sorgten. Ein praxisnaher Einblick in modernes, organisches Social Media Marketing – auch für kleine Organisationen mit begrenzten Ressourcen.
Am Flugplatz Linz-Ost, nur wenige Minuten von der Stadt entfernt, beginnt für viele Menschen ein Traum. Hier hebt der Fliegerclub Linz täglich ab – lautlos im Segelflug oder kraftvoll im Motorflug. Wer den Verein kennt, weiß: Es geht hier nicht nur ums Fliegen. Es geht um Gemeinschaft, Leidenschaft und das Gefühl von Freiheit. Seit Jahrzehnten bildet der Club Nachwuchspiloten aus, organisiert Schulungen und geht einer Leidenschaft nach - fliegen. Segelfliegen ist hier kein Hobby, sondern gelebte Begeisterung. Und trotzdem blieb genau diese Faszination online lange unsichtbar.

Die Ausgangssituation
Auf Instagram folgten dem Fliegerclub rund 400 Menschen, auf Facebook knapp 1.000. Gepostet wurden vor allem einzelne Bilder vom Flugplatz, von Starts oder von Vereinsveranstaltungen. Die Beiträge waren authentisch, aber strategisch ungenutzt. Durchschnittlich rund 50 Likes pro Post zeigten: Die Inhalte wurden fast ausschließlich von Vereinsmitgliedern und deren Freunden gesehen. Reichweite außerhalb dieser Bubble? Kaum vorhanden. Neue Follower? Selten.
Dabei bietet der Verein unglaublich viel Stoff für Geschichten. Junge Flugschüler, die ihren ersten Alleinflug absolvieren. Ehrenamtliche Fluglehrer, die ihre Zeit investieren. All diese Momente sind emotional, echt und inspirierend – genau das, was auf Social Media funktioniert.
Doch es fehlte ein klarer Plan. Das Budget ist begrenzt, klassische Werbung ist zu teuer und erreicht kaum die jüngere Zielgruppe. Also war schnell klar: Wenn wir wachsen wollen, dann mit sozial Media und organisch. Mit durchdachter Social Media Betreuung und kreativer Content Produktion.

Die Ziele
Gemeinsam mit dem Verein definierten wir klare Ziele. Die Reichweite sollte deutlich steigen, die Followerzahlen mindestens vervierfacht werden. Besonders wichtig war es, jüngere Zielgruppen anzusprechen und neue Flugschüler zu gewinnen. Segelfliegen sollte nicht mehr als „Nischensport“ wahrgenommen werden, sondern als spannendes, modernes Hobby mit Verantwortungt. Gleichzeitig sollte das Image des Vereins gestärkt und seine Arbeit sichtbarer gemacht werden.
Kurz gesagt: Wir wollten dem Fliegerclub jene Bühne geben, die er verdient.
Neue Strategie für Social Media
Der entscheidende Schritt war die Neuausrichtung der Content-Strategie. Weg von statischen Bildern, hin zu bewegten Bildern. Reels wurden zum zentralen Element der Social Media Betreuung. Kurze, dynamische Videos, die mitten ins Geschehen führen. Starts im Morgenlicht, ruhige Gleitflüge über die Landschaft, der Blick aus dem Cockpit, wenn die Thermik trägt. Genau diese Momente machen Segelfliegen so besonders – und genau diese Momente wollten wir zeigen.
Ein besonderer Fokus lag auf den Menschen im Verein. Die „Jungadler“, junge Piloten ab 14 Jahren, wurden zu echten Gesichtern des Kanals. Sie nahmen die Community mit in ihre Ausbildung, erzählten von Prüfungen, ersten Alleinflügen und dem Zusammenhalt im Verein. Statt Hochglanz-Inszenierung zeigten wir echte Emotionen: Nervosität vor dem Start, Stolz nach der Landung, Freude über Fortschritte.
Authentische Content Produktion
Technisch hielten wir es bewusst einfach. Viele Videos entstanden mit dem iPhone – spontan, direkt, ehrlich. Für spektakulärere Perspektiven nutzten wir eine Insta360-Kamera auf einem drei Meter langen Stick. Dadurch entstanden Aufnahmen direkt am Flugzeug, die bisher kaum jemand gesehen hatte. Funkgespräche, Windgeräusche, Lachen – alles blieb bewusst im Video. Denn genau das macht den Unterschied: Echtheit.
Statt einzelner Bilder setzten wir vermehrt auf Karussell-Posts, um kleine Geschichten zu erzählen. Alte, gut funktionierende Beiträge wurden neu aufbereitet und erneut ausgespielt. Instagram-Reels wurden automatisch auf Facebook geteilt, um die Reichweite optimal zu nutzen. Gepostet wurde konstant: zwei Beiträge pro Woche. Nicht perfekt, aber regelmäßig. Und genau das war entscheidend.
Die Ergebnisse
Nach nur drei Monaten waren die Resultate beeindruckend. Die Instagram-Follower stiegen von rund 400 auf 1.700. Auf Facebook wuchs die Community auf etwa 3.900 Personen. Ein einzelnes Reel erzielte über eine Million Aufrufe, sechs weitere Videos knackten jeweils die 100.000er-Marke.
Der erfolgreichste Monat brachte auf Instagram rund 600.000 Aufrufe und 19.000 Interaktionen. Auf Facebook wurden im selben Zeitraum sogar 1,9 Millionen Aufrufe erreicht. Für einen lokalen Verein – ohne Werbebudget – ein außergewöhnlicher Erfolg.

Warum das funktioniert hat
Der Erfolg hatte nichts mit Zufall zu tun. Entscheidend waren drei Prinzipien.
Erstens: Konsistenz. Lieber regelmäßig posten als monatelang gar nicht.
Zweitens: Emotion. Menschen wollen echte Geschichten sehen, keine Werbebotschaften.
Drittens: Dialog. Kommentare wurden beantwortet, Fragen aufgegriffen, die Community aktiv eingebunden.
Social Media für Vereine bedeutet heute, Nähe zu schaffen.
Nicht zu senden, sondern zuzuhören.
Nicht perfekt zu sein, sondern menschlich.
| Kennzahl | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Instagram Follower | 400 | 1.700 |
| Facebook Follower | 1.000 | 3.900 |
| Maximale Reel-Reichweite | - | 1.000.000 |
| Reels über 100.000 Views | 0 | 6 |
| Bestes Monat Instagram | - | 600.000 Views |
| Bestes Monat Facebook | - | 1,9 Mio Views |
| meist aufgerufener Beitrag | - | 1,3 Mio Views |
Fazit
Diese Case Study zeigt eindrucksvoll, wie wirkungsvoll professionelle Social Media Betreuung und kreative Content Produktion sein können.
Selbst mit kleinem Budget lassen sich große Reichweiten erzielen – wenn die Strategie stimmt.
Der Fliegerclub Linz ist heute nicht nur ein Verein am Flugplatz, sondern eine digitale Marke, die Menschen begeistert, inspiriert und verbindet. Genau darin liegt die Chance für Vereine: Social Media nicht als Pflicht zu sehen, sondern als Bühne für echte Geschichten.
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